Hydropuls

by Peter Gundahl
by Peter Gundahl

BIO:

Hydropuls - Jazzcore aus Deutschland    

 

Hydopuls - schnelle Beats - gewaltiges Blaswerk  

  

Hydropuls wurde 2015 in Saarbrücken von Tom Lengert und Christof Thewes gegründet. Die Musiker arbeiten alle in nationalen oder internationalen Projekten. Posaunist Christof Thewes ist Mitglied des "Globe Unity Orchestra" und tourt auch mit dem "Undertone Project" oder dem "Christof  Thewes Quartett“.

 

Bassist Tom Lengert  kennt man von der Hardcore-Band "Extreme Noise". Er lebte 10 Jahre in Frankreich, u.a. auf der Insel La Reunion, wo er die multinationale Band „World Citizen“ gründete. Gitarrist Johannes Schmitz und Schlagzeuger Martial Frenzel sind beide in der Band "Uhl" aktiv und spielen in weiteren Ensembles in Saarbrücken/Berlin/Wiesbaden. Saxofonist Hartmut Oswald  verbindet eine langjährige musikalische Zusammenarbeit  mit Christof. Hydropuls wollen ein musikalisches Zeichen setzen gegen den Mainstream und die zunehmende Abstumpfung in der Gesellschaft.

 

 

Hydropuls  sind:

Christof Thewes - trombone, composition

Tom Lengert - bass, composition

Hartmut Oswald – baritone sax

Johannes Schmitz – guitar

Martial Frenzel - drums

Live:

2020

 

11.09.: @ Terminus, Saarbrücken 19:30

 

26.09: @ Freak Show, Würzburg (14:00) cancelled!!

 

07.11: @ Jazzfest Berlin (Studio 1, Saarländischer Rundfunk) (18:30)

 

Music:

Pics:

Discography:

2020: "Hydropuls" - Hydropuls, bandcamp

2016: "Live at Burg Herzberg-Festival" - Hydropuls, bandcamp

Press:

Besprechung Hydropuls von Rigobert Dittmann (Bad Alchemy) Oktober 2020

 

Doch, typisch Freakshow, now for something completely different - HYDROPULS brennt Free-Funk-Jazz-Punk unter den Nägeln. Auf "Hydro­puls", sechs Ende 2019 bei Krischall Sonic Service aufgenommenen Brand­anschlägen, spielen die Brandstifter gleich auch noch Feuerwehr: Hartmut Oßwald am Baritonsax, Johannes Schmitz an der E-Gitarre und Martial Frenzel an den Drums, Letztere Freakshow-erprobt als die trapsenden Nachtigallen von Uhl, hier aber angestiftet von Thomas Lengert am Bass und Christof Thewes an der Posaune. Wir erinnern uns: Thewes tutet um Saarbrücken herum (insbesondere im Spielraum Heiligenwald) mit dem Undertone Project, Phase IV oder als Trombonealone hochkarätigen NowJazz und stimmt im Modern Chamber Trio eigene Neue Musik an. Bis zum Corona-Break war er auch in Berlin zugange mit Die Enttäuschung, dem AAR Trio, im Kaluza Quartett, mit Grid Mesh oder Ruf der Heimat. Hydropuls verbindet mit Dynamik, Grande Vitesse und Feuereifer und den Wasserdruck von älteren (Thewes ist Jg. 1964) und jüngeren Schläuchen (Frenzel, sein Quartett-Partner auch bei der "SurRealBook"-Reihe, ist Jg. 1985). 'Feet on Fire' macht, funky und ostinat, mit launigen Stakkatoketten den Dachhasen heiße Pfoten. Rasante 32stel Noten, gehackt mit der Virtuosität chinesischer Köche. 'Pump Up the Jazz' behält die hohe Drehzahl und Frickelfrequenz bei, mit launig posaunierten Kapriolen und Schmitz'schem Schrappel-Irrwitz an der Kippe zum Hals-über-Kopf. Ist 'La Kaze en Feu' ein Gruß nach Lille an Christian Pruvost und Peter Orins? Die Bläser toben umeinander mit öligen Schmierern und zuckenden Zackenkämmen, Frenzel klappert, was das Zeug hält. Wie Dr. Funkenstein auf Speed, noch der lahmste Arsch folgt da dem quicken Kopf. Selbst 'Dead Eyes Under Water' drängt vom Ophelia-Blues hin zum fiebrig Vitalen, das bei 'Highspeed Underground' wie ein verrückter Hund in der Pfanne den eigenen Schwanz jagt. Und auch für 'Electric God', das mit Bläservolldampf, pulsendem Allachsantrieb und furiosem Gitarrenspitfire als dennoch melodieseliger Gabber-Funk im Harmony Express ins Ziel rast, ist Prestissimo das Höchste. Typisch deutsch? Ja wo rasen denn die TGVs? [BA 108 rbd]

 

 

 

 

Review zum Gig auf dem FreakShow-Artrock-Festival in Würzburg am Sept. 2018

von Rigobert Dittmann (Bad Alchemy)

 

Am Samstag beginnt das freakische Tagwerk mit Hardcore-Jazz von HYDROPULS aus Saarbrücken. Frontmann ist der Highspeed-Bassist Tom Lengert, ein Veteran mit Extreme-Noise-Vergangenheit. Etwas unerwartet pustet da neben den beiden Uhl-Männern Martial Frenzel an den Drums und Johannes Schmitz an der Gitarre Christof Thewes seine Posaune (mit Die Enttäuschung, Squakk und Grid Mesh ein Hochkaräter des NowJazz). Denn Highspeed ist bei diesem dynamischen Krawall dermaßen groß geschrieben, dass seine Lippen auf so fluchtgeschwinden Abwegen Brandblasen werfen. Derart stürmisch Halbstarkes legt man eigentlich unter Jugendsünden ab.Schmitz bricht mehrfach den Geschwindigkeitsrekord, mich würde es noch mehr beeindrucken, wenn er dabei Fäustlinge trüge. Frenzel, der ja mit Thewes in The Ascension Factor, Phase IV und Quartetto Pazzo NowJazz-Lorbeer pflückt und in dessen "SurRealBook" bei E angelangt ist, holter-dipoltert hyperkonzentriert auf der Überholspur des Highways to Hell. Zu diesem frickeligen Geplocker Posaune zu röhren, ist nicht gerade nahe-liegend, aber man sollte feuerköpfige Jazzer eben nicht unterschätzen. Zumal einen, der sich anschließend als inspiriert erklärt durch die Schön-heitsvorstellung des Thomas von Aquin: claritas - debitas proportio sive consonantia - integritas, ein stimmiges Ganzes, das ausstrahlt und die Energie entfacht, nach dem Guten und Wahren zu streben. Aber hat der Doctor Angelicus dabei nicht Maßhalten angemahnt und gewarnt vor den Arten von Lust, die uns mit den Tieren gemeinsam sind?

 

Technical Rider:

Technical Rider Hydropuls.pdf
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Contact:

schmitz-jo@gmx.de